
Kindergarten
Im freien Spiel, im Rhythmus des Tages und im Erleben der Jahreszeiten entfaltet sich das Kind.
Grundsätze unserer Arbeit im Kindergarten
Grundlegend für die pädagogische Arbeit in unserem Kindergarten ist das von Rudolf Steiner entwickelte Menschenbild. So basiert unser Konzept auf dem Bewusstsein, dass kindliche Entwicklung nicht linear, sondern in voneinander abhängigen Stufen verläuft. Deshalb braucht das Kind in den ersten 6 bis 7 Lebensjahren einen besonderen Entfaltungsraum, Hinwendung und Pflege. So wird ein verlässliches Körper- und Seelenfundament ausgebildet, auf dem das Kind später seine individuellen Fähigkeiten und Begabungen zur Entfaltung bringen kann.

Wir gestalten unsere pädagogische Arbeit auf der Grundlage folgender Prinzipien:
- Stabile Beziehungsangebote durch die feste Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die Sicherheit und Geborgenheit vermittelt
- Wiederholung und Rhythmus in klaren Tages-, Wochen- und Jahresabläufen, die Orientierung und Vertrauen schaffen
- Sprachliche Sensibilisierung als Grundlage für Ausdrucksfähigkeit, Zuhören und gegenseitiges Verstehen
- Ausbildung der Basissinne als wichtige Voraussetzung für eine gesunde Gesamtentwicklung
- Förderung der grob- und feinmotorischen Entwicklung durch vielfältige Bewegungs- und Tätigkeitserfahrungen
- Gesunde, vitalitätsfördernde Ernährung, bei der die Mahlzeiten frisch und gemeinschaftlich zubereitet werden
- Wohltuende Raumgestaltung mit Naturmaterialien und warmen Farbtönen, die Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt
- Kultivierung der Fantasiekräfte und Förderung des freien Kinderspiels durch offenes, verwandelbares Spielmaterial wie Tücher, Klötze oder Spielständer
- Intensive Naturerfahrungen durch tägliches Freispiel im Garten, Spaziergänge und regelmäßige Waldtage
- Vorbildhafte, überschaubare Tätigkeiten wie Nähen, Werken, Kochen oder Backen, die die Nachahmungskräfte der Kinder anregen
- Altersgerecht handhabbares Werkzeug und ein bewusster Verzicht auf Maschinen
- Kooperation mit der Schule zur individuellen Begleitung der Kinder auf dem Weg zur Schulfähigkeit und Schulreife
Pädagogischer Alltag
Die pädagogische Arbeit in unserem Kindergarten orientiert sich am Menschenbild Rudolf Steiners. Dieses geht davon aus, dass sich Kinder in den ersten Lebensjahren in besonders sensiblen Entwicklungsschritten entfalten. Ihre Entwicklung verläuft nicht geradlinig, sondern in aufeinander aufbauenden, miteinander verbundenen Phasen.

Gerade in den ersten sechs bis sieben Lebensjahren benötigen Kinder daher einen geschützten Raum, der ihnen Sicherheit, liebevolle Zuwendung und verlässliche Pflege bietet. In dieser Zeit bilden sich grundlegende körperliche, seelische und emotionale Kräfte aus. Sie schaffen das Fundament, auf dem Kinder später ihre individuellen Fähigkeiten, Interessen und Begabungen entwickeln können.
Unser pädagogisches Handeln ist darauf ausgerichtet, diesen Entfaltungsprozess achtsam zu begleiten und jedem Kind Zeit, Raum und Vertrauen für seine persönliche Entwicklung zu geben. Weitere, ausführliche Informationen entnehmen sie unserer pädagogischen Konzeption.
In unserem Kindergarten werden Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt in zwei Kindergartengruppen begleitet. Jede Gruppe wird von mindestens einer ausgebildeten Waldorferzieherin sowie einer weiteren pädagogischen Fachkraft bzw. Ergänzungskraft betreut. Ergänzend wird unser Team regelmäßig durch Praktikant:innen sowie Bufdis oder FSJler:innen unterstützt.
Als Waldorfkindergarten stellen wir das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen auf dem Weg zur Schulreife in den Mittelpunkt. Neben der seelischen und geistigen Entwicklung steht im Kindergartenalter besonders die leibliche Entwicklung im Fokus, die wir mit Aufmerksamkeit, Liebe und Freude begleiten:
- Fester Tages-, Wochen- und Jahresrhythmus, der den Kindern Geborgenheit, Orientierung und Sicherheit gibt
- Wiederkehrender Wochenrhythmus mit festen Aktivitäten wie Aquarellmalen, Eurythmie oder Wachskneten
- Begleitung durch eine ausgebildete Eurythmistin für die wöchentliche Eurythmie
Auch eine ausgewogene, vollwertige Ernährung ist für uns ein wesentlicher Bestandteil ganzheitlicher Erziehung:
- Frühstück im Wochenrhythmus, orientiert am anthroposophischen Getreidekalender
- Tägliche gemeinsame Zubereitung des Frühstücks durch Kinder und Pädagog:innen als pädagogischer Bestandteil des Tages
- Zutaten aus biologischem Anbau

Das warme Mittagessen wird täglich frisch in der Waldorfschule Südwest gekocht und in den Kindergarten gebracht:
- Ruhige, gemeinschaftliche Mahlzeiten an liebevoll gedeckten Tischen in den Gruppenräumen
- Rein vegetarische Küche in Bio-Qualität
- Räume und Tagesablauf
Die Räume jeder Gruppe sind in Anlehnung an das pädagogische Konzept wie eine kleine Wohneinheit gestaltet. So erleben die Kinder ihren Tag überschaubar, vertraut und geborgen innerhalb ihrer Gruppe.
- Liebevoll gestaltete Spiel- und Funktionsbereiche wie Puppenstube, Kaufmannsladen, Bauecke und Jahreszeitentische
- Viel Platz für Reigen, freies Spiel und Gruppenspiele
- Eigener Küchenblock, Garderobe, Waschraum und großer Garten

Der Tagesablauf folgt einem klaren, wiederkehrenden Rhythmus.
- Wechsel von Freispiel und angeleiteten Tätigkeiten
- Tägliche Elemente wie Reigen, Märchenkreis und gemeinsames Frühstück
- Wöchentliche Tätigkeiten wie Aquarellmalen, Wachskneten oder Backen
- Einbindung der Jahreszeiten und christlichen Feste wie Erntedank, Michaeli, Advent, Ostern
- Regelmäßiger Aufenthalt im großzügigen Garten
Ausführlichere Informationen lesen sie in unserer pädagogischen Konzeption.
Eingewöhnung
Ein behutsamer Start in den Kindergarten ist für uns eine echte Herzensangelegenheit. Sowohl Kind als auch Eltern brauchen Zeit, um Vertrauen zu fassen, sich einzuleben und Schritt für Schritt voneinander loszulassen.
Wir gestalten die Eingewöhnung mit Ruhe, Kontinuität und viel Achtsamkeit. Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte, sein eigenes Tempo und seine individuellen Bedürfnisse mit – deshalb verläuft auch jede Eingewöhnung unterschiedlich. Der zeitliche Rahmen orientiert sich an der persönlichen Situation des Kindes und der Familie und kann im Kindergarten bis zu sechs Wochen dauern.
- Eingewöhnungsrahmen, angepasst an Kind und Familie
- Begleitete Ablösungsphase, die Vertrauen und Sicherheit stärkt
- Offenes Ohr für Fragen, Sorgen und Bedürfnisse der Eltern
- Zeit, Ruhe und Verlässlichkeit als Grundlage für einen guten Start Vor Beginn der Zeit im Kinderhaus gibt es im Juli einen Info-Nachmittag, sowie die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch. Wir informieren über das Wichtigste zum Kinderhaus-Start, legen den Eingewöhnungsstart fest und klären offene Fragen.
Unser Schutzkonzept
Der Schutz und das Wohl der uns anvertrauten Kinder haben für uns oberste Priorität. Deshalb arbeiten wir auf Grundlage eines verbindlichen Schutzkonzeptes, das klare Leitlinien für den pädagogischen Alltag und den Umgang mit möglichen Gefährdungssituationen festlegt.
Unser Schutzkonzept dient der Prävention, Sensibilisierung und Handlungssicherheit aller Mitarbeitenden und wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.
Hier gelangen Sie zu unserem Schutzkonzept.





