Kinderkrippe

Grundsätze unserer Arbeit in der Kinderkrippe

Die pädagogische Arbeit in unserer Krippe orientiert sich an den Grundlagen der Waldorfpädagogik und wird durch die Erkenntnisse der Kleinkindforschung von Emmi Pikler ergänzt. Im Mittelpunkt steht das junge Kind mit seinem eigenen Entwicklungstempo und seinem Bedürfnis nach Sicherheit, Beziehung und freier Bewegung.

Wesentliche Grundsätze unserer Arbeit sind:

  • Achtsame Begleitung der individuellen Entwicklung, indem wir den Impulsen des Kindes Raum und Zeit geben
  • Vorbildhaftes Handeln der Erwachsenen, an dem sich das Kind orientieren kann
  • Unterstützung der körperlichen Entwicklung durch freie Bewegungsmöglichkeiten und respektvolle Begleitung
  •  Klar strukturierter, rhythmischer Tagesablauf, der Orientierung und Sicherheit vermittelt
  • Vielfältige Sinneserfahrungen im Gruppenraum und im Garten
  •  Individuelle, liebevolle Pflege, die als Beziehungsmoment verstanden wird und den Aufbau einer sicheren Bindung unterstützt
  •  Ausreichend Zeit für freies Spiel, in dem das Kind eigene Erfahrungen sammeln und seine Bewegungsentwicklung selbstständig entfalten kann
  • Wertschätzende Haltung gegenüber dem Kleinkind, dem wir in seiner vollen menschlichen Würde begegnen

Pädagogischer Alltag

In unserer Krippe werden in 2 Gruppen bis zu zwölf Kinder im Alter von 18 Monaten bis drei Jahren liebevoll begleitet. Die Betreuung erfolgt durch eine ausgebildete Waldorferzieherin sowie zwei weitere pädagogische Fach-, oder Ergänzungskräfte in Voll- und Teilzeit.

Den Kindern stehen ein altersgerecht und ansprechend gestalteter Gruppenraum sowie ein separater, ruhig und liebevoll eingerichteter Schlafraum zur Verfügung. Im Mittelpunkt unserer Krippenarbeit stehen die Bedürfnisse der Allerkleinsten sowie ein klarer Tages-, Wochen- und Jahresrhythmus, der den Kindern Halt gibt und sie in ihrem Reifeprozess unterstützt.

Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung ist für uns ein wesentlicher Bestandteil ganzheitlicher Erziehung:

Fester Tages-, Wochen- und Jahresrhythmus, der den Kindern Geborgenheit, Orientierung und Sicherheit gibt

Wiederkehrender Wochenrhythmus mit festen Aktivitäten wie Aquarellmalen, Eurythmie oder Wachskneten

  • Frühstück im Wochenrhythmus, orientiert am anthroposophischen Getreidekalender
  • Zutaten aus biologischem Anbau
  • Täglich frisch gekochtes Mittagessen der Waldorfschule Südwest
  • Ruhige, gemeinschaftliche Mahlzeiten an liebevoll gedeckten Tischen in den Gruppenräumen
  • Rein vegetarische Küche in Bio-Qualität

Räume und Tagesablauf

Unsere Räumlichkeiten und das Spielmaterial sind auf die Entwicklungsstufe des kleinen Kindes abgestimmt. Die farbliche Gestaltung der Wände und das Holzmobiliar im Gruppenraum strahlen eine warme und freundliche Atmosphäre aus. Diese Umgebungsgestaltung und die verlässlichen Bezugspersonen, geben den Kindern Sicherheit und Geborgenheit.



Die Kinder erleben feste Rhythmen im Tages- und Wochenablauf, diese geben ihnen Orientierung und Halt:

  • Freispiel mit Kneten, Schneiden und Malen
  • Kleiner Morgenkreis
  • Tägliche Spielzeit im Freien
  • Gemeinsames Frühstück und Mittagessen

Die Jahreszeiten werden durch den täglichen Aufenthalt im Freien wahrgenommen und erfahren. Und auch der Jahreslauf ist ein fester Bestandteil des Alltags und wird durch wiederkehrende Feste und Aktivitäten, wie etwa den Laternenumzug zur Martinszeit, gepflegt.Die Räume jeder Gruppe sind in Anlehnung an das pädagogische Konzept wie eine kleine Wohneinheit gestaltet. So erleben die Kinder ihren Tag überschaubar, vertraut und geborgen innerhalb ihrer Gruppe.Der Tagesablauf folgt einem klaren, wiederkehrenden Rhythmus.

Ausführlichere Informationen lesen sie in unserer pädagogischen Konzeption.

Eingewöhnung

Ein behutsamer Start in die Krippe ist für uns eine echte Herzensangelegenheit. Sowohl Kind als auch Eltern brauchen Zeit, um Vertrauen zu fassen, sich einzuleben und Schritt für Schritt voneinander loszulassen.

Wir gestalten die Eingewöhnung mit Ruhe, Kontinuität und viel Achtsamkeit. Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte, sein eigenes Tempo und seine individuellen Bedürfnisse mit – deshalb verläuft auch jede Eingewöhnung unterschiedlich. Der zeitliche Rahmen orientiert sich an der persönlichen Situation des Kindes und der Familie und kann in der Krippe bis zu 8 Wochen.

  • Individuell abgestimmter Eingewöhnungsverlauf, angepasst an Kind und Familie
  • Begleitete Ablösungsphase, die Vertrauen und Sicherheit stärkt
  • Offenes Ohr für Fragen, Sorgen und Bedürfnisse der Eltern
  • Zeit, Ruhe und Verlässlichkeit als Grundlage für einen guten Start

Vor Beginn der Zeit im Kinderhaus gibt es im Juli einen Info-Nachmittag, sowie die Möglichkeit  zu einem persönlichen Gespräch. Wir informieren über Ablauf, Inhalte und Bedeutung der Eingewöhnung. Zusätzlich erhalten Krippenfamilien ein kleines Eingewöhnungsheft mit allen wichtigen Informationen und einem zeitlichen Überblick.

Unser Schutzkonzept

Der Schutz und das Wohl der uns anvertrauten Kinder haben für uns oberste Priorität. Deshalb arbeiten wir auf Grundlage eines verbindlichen Schutzkonzeptes, das klare Leitlinien für den pädagogischen Alltag und den Umgang mit möglichen Gefährdungssituationen festlegt.

Unser Schutzkonzept dient der Prävention, Sensibilisierung und Handlungssicherheit aller Mitarbeitenden und wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

Hier gelangen Sie zu unserem Schutzkonzept.